Hintergrund

Rund 1.200 Hamburger Schülerinnen und Schüler, also 8 Prozent oder fast jeder zehnte Schüler eines Jahrgangs, haben im Jahr 2010 die Schule ohne einen Abschluss verlassen. Sie verfügen damit kaum über Chancen, um sich auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich behaupten zu können. Ihnen ist damit die selbstständige Teilhabe am Erwerbsleben sowie an weiten Teilen des gesellschaftlichen Lebens insgesamt verwehrt.

Ein Projektkonzept, das unter dem Titel „Ein Quadratkilometer Bildung“ durchgeführt wird und als eine besonders wirkungsvolle und nachhaltige Initiative unter Führung der Freudenberg Stiftung im Bildungsbereich gilt, bildet die Grundlage für das Projekt „heimspiel. Für Bildung“. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und die Joachim Herz Stiftung haben die Zielsetzung „Kein Kind, kein Jugendlicher soll verloren gehen“ sowie Grundzüge dieses Konzepts übernommen und ein Projekt mit eigener Identität entwickelt, das sich an den lokalen Bedarfen orientiert und an den Prozess der Regionalen Bildungskonferenzen in Hamburg anknüpft.

Der Entscheidung, das Projekt „heimspiel“ in Hausbruch/Neuwiedenthal und Rahlstedt durchzuführen, ging ein mehrmonatiger Auswahlprozess in Abstimmung mit den Fachbehörden, Bezirken und lokalen Akteuren voraus. Ausschlaggebend für diese beiden Standorte waren zum eine über dem Hamburger Durchschnitt liegende Quote Schulentlassener ohne Ersten Abschluss, zum anderen eine bereits vorhandene Kooperationskultur und das Interesse an einem weiteren Ausbau der Zusammenarbeit vor Ort.

Aufgrund der positiven Erfahrungen in diesen beiden Stadteilen eröffnete die Joachim Herz Stiftung in Kooperation mit der Behörde für Schule und Berufsbildung, der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte im Sommer 2016 einen dritten Projektstandort im Hamburger Stadtteil Billstedt. Auch dieses Vorhaben ist auf eine Laufzeit von zehn Jahren angelegt.